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Wie viel Vertrauen braucht gute Führung? Prof. Dr. Guido Möllering | #140

August 20, 2026

AI Summary

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Zwischen Vertrauen und Kontrolle: Wie Führung in einer komplexen Welt gelingt

„KI ist auch nur ein Mensch“, sagt Prof. Dr. Guido Möllering lachend im Gespräch mit Marco. Der Direktor des Reinhard-Mohn-Instituts für Unternehmensführung in Witten/Herdecke meint das nicht als technische Aussage, sondern als Einladung, über Vertrauen neu nachzudenken. Denn ob Mensch oder Maschine: Die grundlegende Dynamik ist dieselbe. Wir sind verwundbar, wir wissen nie alles sicher – und trotzdem müssen wir uns entscheiden, wem oder was wir vertrauen.

Die Paradoxie der Kooperation: Freiheit durch Einschränkung

Möllering zufolge steckt in jeder Zusammenarbeit eine grundlegende Spannung: „Man schränkt seine Freiheit ein, um mehr machen zu können.“ Das ist die Paradoxie der Kooperation. Wer mit anderen etwas erreichen will, muss akzeptieren, dass er nicht mehr allein entscheidet. Entscheidend ist dabei, wie mit diesem Spannungsfeld umgegangen wird.

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What you'll learn

  • 1 (00:00) **Introduction & Setup** - Host Marco introduces guest Prof. Dr. Guido Möllering from Witten/Herdecke University, an expert on trust and cooperative relationships, setting up the episode’s central question.
  • 2 (01:31) **The Practitioner’s Pull** - Möllering explains why he would choose a room of managers over academics on a conference, valuing real-world friction over familiar academic discussions.
  • 3 (04:38) **Role Clarity on the Conference Floor** - Möllering describes how he presents himself as a scientist to practitioners, emphasizing a peer-to-peer exchange rather than a top-down lecture.
  • 4 (06:56) **The Foundational Purpose of Business** - Möllering lays out his core economic belief: the economy exists for society, not the other way around, framing this as the essential starting point for any management discussion.
  • 5 (09:48) **Blurring the Lines: Management vs. Leadership** - Möllering rejects the sharp, often hierarchical distinction between “managing” and “leading,” arguing both are essential dimensions of any modern leadership role.
  • 6 (12:47) **The Situational Dance of Task and Relationship** - Möllering endorses a situational approach where leaders must fluently switch focus between the factual task and the human relationship as the situation demands.
  • 7 (17:05) **The End of Pure Exploitation** - Marco argues that the “exploitation” mode of business—purely executing known processes without human consideration—is a dead end, as it is either already automated or a guaranteed path to failure.

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Show Notes

Vertrauen beginnt dort, wo Kontrolle an ihre Grenzen stößt – und macht uns gerade deshalb verwundbar. Prof. Dr. Guido Möllering, Direktor des Reinhard-Mohn-Instituts für Unternehmensführung, erklärt, wie Kooperation trotz Ungewissheit gelingen kann und weshalb Vertrauen mehr ist als die Bereitschaft, ein Restrisiko zu tragen.

Mit Marco spricht er über das Verhältnis von Vertrauen und Zutrauen, über sinnvollen Corporate Purpose und über Macht in Entscheidungsprozessen. Sie diskutieren, welche Entscheidungen KI künftig übernehmen kann, ob dadurch Entscheidungen nachvollziehbarer werden – und was es bedeutet, einem KI-System zu vertrauen.


🎙️ Themen dieser Folge:

  • Warum Vertrauen Ungewissheit und die eigene Verwundbarkeit voraussetzt
  • Wie Vertrauen, Zutrauen und Kontrolle im Arbeitsalltag zusammenspielen
  • Wann Corporate Purpose Orientierung gibt und wann er zur Fassade wird
  • Wie Macht die Entstehung und Darstellung von Entscheidungen beeinflusst
  • Welche Entscheidungen KI übernehmen kann – und welche unentscheidbar bleiben
  • Wie Vertrauen in KI-Systeme schrittweise entstehen könnte

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