Ein Kredit, der die Volksbank Köln Bonn erschüttert
September 6, 2026
AI Summary
5 min readIn der Kölner Wirtschaftswelt sorgt ein Kredit der Volksbank Köln-Bonn für Aufsehen – nicht wegen der Summe von fünf Millionen Euro, sondern wegen des Objekts, das damit finanziert wurde: das „Pascha“, eines der bekanntesten Großbordelle Deutschlands. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen ein Vorstandsmitglied der Bank wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Der Fall verwebt sich mit einer großen Schleuseraffäre in Nordrhein-Westfalen und wirft ein Schlaglicht auf die internen Machtverhältnisse einer angesehenen Genossenschaftsbank.
Vom Eros-Center zum Problemkredit
Das Pascha in Köln war ursprünglich als „Eros Center“ eröffnet worden – 1972 als erstes Hochhaus-Bordell Europas, gebaut auf Initiative der Stadt, um den Straßenstrich aus dem Friesenviertel zu verlegen. Nach der Pleite des Betreibers während der Corona-Pandemie wollte der Eigentümer, der Nürnberger Geschäftsmann Georg Bitterwolf, das sanierungsbedürftige Gebäude für 11 Millionen Euro verkaufen. Ein Kölner Anwalt und Netzwerker namens Klaus Brockhaus vermittelte den Kontakt zu einer chinesischen Familie aus Macao, die ihr Geld im Glücksspiel verdient haben soll. Mitte 2021 wurde der Kaufvertrag geschlossen – doch der Kaufpreis floss nur teilweise. Eine Million Euro wurden überwiesen, dann weitere fünf Millionen, aber die restlichen fünf Millionen fehlten.
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What you'll learn
- 1 (00:07) **Der Fall im Überblick** - Einleitung: Es geht um einen Millionen-Kredit der Volksbank Köln-Bonn für ein Großbordell, der zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geführt hat.
- 2 (01:56) **Die neuen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft** - Bislang war nur eine interne Untersuchung durch eine externe Kanzlei bekannt; nun gibt es ein offizielles Ermittlungsverfahren.
- 3 (05:03) **Das Objekt der Affäre: Das Bordell "Pascha"** - Die Geschichte des Kölner Großbordells, das im Zentrum des Kreditfalls steht.
- 4 (09:22) **Der Verkaufsprozess und der Kredit** - Wie der Verkauf des Bordells vermittelt wurde und die Volksbank ins Spiel kam.
- 5 (11:53) **Warum der Kredit für die Volksbank problematisch war** - Die besonderen Risiken und Reputationsschäden, die mit der Finanzierung eines Bordells verbunden sind.
- 6 (14:56) **Interne Widerstände und die Kreditentscheidung** - Es gab kritische Stimmen im Vorstand, die jedoch im Urlaub überstimmt wurden.
- 7 (20:03) **Folgen für den kritischen Vorstand** - Christian Gervais verließ die Bank, offiziell wegen einer strategischen Neuausrichtung.
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Show Notes
In der neuen Folge von Handelsblatt Crime geht es um einen Kredit der Volksbank Köln Bonn. Es war kein normales Geschäft: Mit dem Kredit finanzierte die Genossenschaftsbank das Kölner Großbordell „Pascha“.
Womöglich wäre es bei einem diskreten Bankgeschäft geblieben – hätte nicht der in der NRW-Schleuser-Affäre beschuldigte Anwalt Claus Brockhaus in seinen Vernehmungen bei der Staatsanwaltschaft darüber berichtet.
Inzwischen ist klar: Im Vorstand und im Aufsichtsrat kam es wegen des Kredits zu Verwerfungen. Gegen ein Vorstandsmitglied der Bank ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Zunächst war die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit den Ermittlungen befasst, inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Köln.
Welche Rolle spielte der Bankvorstand bei der Kreditvergabe? Wie intensiv hat sich der Aufsichtsrat mit den Vorgängen und ihrer Aufklärung beschäftigt – und warum warfen vier Aufsichtsräte das Handtuch? Hat die Volksbank Köln Bonn womöglich ein grundsätzliches Compliance-Problem?
Darüber spricht Host Ina Karabasz mit Elisabeth Atzler aus dem Bankenteam und Volker Votsmeier aus dem Investigativteam. Beide haben intensiv zu dem Fall recherchiert.
Mehr zu dem Fall können Sie hier lesen:
Volksbank Köln Bonn: Bordell-Affäre belastet Bankchefs und Aufseher
Volksbank Köln Bonn: Vorstandsmitglied wird nach Bordell-Kredit beurlaubt
Volksbanken: „Das ist peinlich“ – Ärger nach Kredit für Bordell-Immobilie
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