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5 min readEin Ort namens Mückern-Dreiwitz in Sachsen-Anhalt verzeichnete in diesem Sommer eine Temperatur von 41,8 Grad – ein neuer deutscher Rekord. Zum Vergleich: Im legendären Hitzesommer 2003 waren es maximal 40,8 Grad. Doch für die Wissenschaftsjournalistin Frauke Zbikowski, die den Sommer für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bilanziert hat, war nicht die Spitze das Entscheidende, sondern die Dauer. „Es war besonders lange besonders warm“, sagt sie. Tagelang lagen die Temperaturen auch nachts über 20 Grad, es gab keine Abkühlung. In Rheinfelden im Südwesten zählte man 56 Hitzetage am Stück – Tage über 30 Grad, sogenannte Wüstentage.
Die unsichtbare Dürre in den Tiefen
Die oberen Bodenschichten haben sich inzwischen durch den Herbstregen wieder erholt – das Gras wächst wieder. Aber der Grundwasserspiegel ist nicht da, wo er sein sollte. „In den tieferen Bodenschichten und auch im Grundwasser wirkt noch die Dürre von 2018, 2019“, erklärt Zbikowski. Ein nasser Winter könnte helfen, weil der Boden durch die wärmeren Temperaturen nicht durchfriert und das Wasser gut einsickern kann. Das würde bedeuten, dass die Pflanzen im nächsten Jahr keinen Trockenstress haben. „Dürre heißt ja nicht, es ist weniger Wasser da, sondern Dürre bedeutet, es ist weniger Wasser da als in 80 Prozent der Jahre“, präzisiert sie. Eine vollständige Erholung der Wasserspeicher würde Monate oder ein
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What you'll learn
- 1 Podcast Outline: Können wir nach diesem Sommer zur Tagesordnung zurück?
- 2 (00:03) **Einstieg: Der gefühlte Sommer** - Die Hosts beschreiben ihren subjektiven Eindruck des Sommers 2022
- 3 (01:44) **Thema und Gäste** - Vorstellung der heutigen Podcast-Konstellation
- 4 (02:28) **Die Fakten: Ein ungewöhnlicher Sommer** - Frauke erklärt, warum dieser Sommer eine Sonderbehandlung verdient
- 5 (04:10) **Wüstentage und Hitzerekorde** - Die Dauer der Hitze als entscheidender Faktor
- 6 (04:51) **Waldbrände in Europa** - Über 300.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen
- 7 (06:07) **Hitze-Tote: Die unsichtbare Katastrophe** - Über 16.000 Todesfälle durch die Hitze
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Show Notes
In dieser Folge blicken wir auf den Sommer zurück. Frauke Zbikowski aus der Wissenschaftsredaktion ist zu Gast und erklärt, wie es bei Hitze, Dürre und Feuer zu derartigen Extremen kommen konnte. Petra Ahne fühlt sich an den Katastrophenfilm "Day after Tomorrow" erinnert und fragt sich, warum trotz der Extreme alles beim alten bleibt.
Hosts: Petra Ahne und Piotr Heller
Mitarbeit: Frauke Zbikowski
Mehr zum Thema
- Wie war dieser Sommer? Eine Bilanz aus der F.A.S. von Frauke Zbikowski
- Warum bleibt trotzdem alles beim Alten? Feuilleton-Artikel von Petra Ahne
- Studie zu Waldbränden: Change Biology
- Wo der Boden besonders trocken ist: Dürremonitor des UFZ
- Es ist schwer zu modellieren/vorherzusagen, wo es regnen wird: Studie des PIK
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