Leidet die Mundgesundheit, wenn man den falschen Menschen küsst?
September 9, 2026
AI Summary
5 min readZahnfleischbluten ist kein Bagatellproblem
Mehr als 90 Prozent aller Deutschen leiden irgendwann unter einer Zahnfleischentzündung. Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Der Ernährungsmediziner und F.A.Z.-Kolumnist Andreas Michalsen erklärt, warum eine unbehandelte Parodontitis weit über den Mundraum hinausschaden kann – und wie man mit Ernährung gegensteuert.
Das Zahnfleisch als Frühwarnsystem
Das wichtigste Symptom einer Zahnfleischentzündung ist laut Michalsen das Zahnfleischbluten – nicht spontan, aber schon bei leichtem Zähneputzen. Die leichtere Form heißt Gingivitis: Das Zahnfleisch ist entzündet, aber in seiner Funktion noch intakt. Schreitet die Entzündung fort, zieht sich das Zahnfleisch zurück, die Zahnhaltfunktion wird eingeschränkt – das ist die Parodontose. Im fortgeschrittenen Stadium, der Parodontitis, wird sogar die knöcherne Zahnwurzel beschädigt, was am Ende zu lockeren Zähnen führt.
Michalsen rät, bei Verdacht auf eine Zahnfleischentzündung zum Zahnarzt zu gehen. Zwar gebe es einen gewissen Spielraum, wenn es das erste Mal passiert und man die Pflege verbessern kann, aber grundsätzlich sei das Bluten ein Signal, das man ernst nehmen sollte.
Warum eine Parodontitis Herz und Hirn gefährdet
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What you'll learn
- 1 (00:03) **Warum Zahnfleischentzündungen ernst sind** - Einleitung: 90 % der Deutschen haben irgendwann eine Gingivitis, die sich auf den ganzen Körper auswirken kann.
- 2 (00:48) **Symptome erkennen: Zahnfleischbluten als Alarmzeichen** - Das wichtigste Frühsymptom ist Bluten bei leichtem Zähneputzen.
- 3 (02:08) **Von Gingivitis zur Parodontitis: Die Stadien der Entzündung** - Leichte Form (Gingivitis) betrifft nur das Zahnfleisch; bei Fortschreiten zieht es sich zurück (Parodontose).
- 4 (03:17) **Wie Parodontitis den ganzen Körper gefährdet** - Epidemiologische Studien belegen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz.
- 5 (05:17) **Küssen und das Mundmikrobiom: Gefahr oder Chance?** - Ein einzelner Kuss verändert das Mikrobiom nicht nachhaltig, aber Zusammenleben und gemeinsame Ernährung gleichen es an.
- 6 (06:09) **Selbsthilfe bei Parodontitis: Mehr als nur Zahnarzt** - Bei schwerer Parodontitis ist eine professionelle Zahnreinigung (Zahnfleischtaschen) unerlässlich.
- 7 (07:23) **Ernährungsfeinde fürs Mundmikrobiom: Zucker und Dauer-Naschen** - Zucker, besonders flüssiger Zucker (Limonaden, Fruchtsäfte), ist der größte Feind.
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Show Notes
Mehr als neunzig Prozent aller Deutschen leiden im Laufe des Lebens unter einer Zahnfleischentzündung. Ist ja nicht wild, könnte man denken, das ist ein paar Tage lang unangenehm und verschwindet wieder. Tatsächlich aber sollte man Zahnfleischentzündungen ernst nehmen. Sie können sich auf den ganzen Körper auswirken und schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz auslösen.
Wie man eine Zahnfleischentzündung verhindert, was zu tun ist, wenn man erst einmal eine hat, welche Folgen sie haben kann und warum es nicht egal ist, wen man küsst, das erläutert Andreas Michalsen in dieser Folge des Podcasts „Richtig essen“.
Host: Kai Spanke
Mitarbeit: David Brucklacher und Kevin Gremmel
Mehr zum Thema
[„Entzündetes Zahnfleisch belastet den ganzen Körper“: Andreas Michalsens Kolumnenfolge über Parodontitis] (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kolumnen/richtig-essen/andreas-michalsen-wie-entzuendetes-zahnfleisch-den-ganzen-koerper-belastet-accg-201150495.html))
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