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5 min readOsteoporose: Warum ein paar Kilo mehr schützen können – und Milch nicht die Lösung ist
Osteoporose betrifft etwa jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens, Männer deutlich seltener. Doch die Vorstufe, die Osteopenie, wird laut dem Ernährungsmediziner und FAZ-Kolumnisten Andreas Michalsen zunehmend häufiger diagnostiziert – auch weil die Gesellschaft immer älter wird. Im Gespräch mit Kai Spanke räumt Michalsen mit Mythen auf, erklärt die überraschende Rolle von Körpergewicht und zeigt, was wirklich gegen Knochenschwund hilft.
Bewegung als stärkster Stimulus
Der Knochen ist viel lebendiger, als die meisten Menschen denken. „Etwa alle zehn Jahre erneuert sich das Skelett komplett“, erklärt Michalsen. Der Körper baut jedoch ab, wo er keinen Bedarf mehr sieht – und das ist das Problem des modernen Sitzlebens. Entscheidend für die Knochengesundheit ist die Schwerkraft. Sportarten, bei denen der Körper aufprallt oder federt, setzen Wachstumsimpulse: Hüpfen, Springen, Ballsportarten wie Tennis oder Squash. Sogar Treppenhüpfen hilft. Joggen ist besser als Radfahren oder Schwimmen, weil der Aufprall wirkt. Krafttraining mit Gewichten oder Bändern ist ebenfalls sinnvoll, weil die Sehnen und Muskeln Zug und Druck auf die Knochen übertragen.
Übergewicht als Schutzfaktor – mit Einschränkungen
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What you'll learn
- 1 (00:48) **Osteoporose-Patienten in der Praxis** - Andreas Michalsen berichtet, dass die Vorstufe der Osteoporose (Osteopenie) zunehmend häufiger in der Hochschulambulanz auffällt.
- 2 (01:59) **Junge Menschen und Osteoporose-Risiken** - Zwei Hauptfaktoren gefährden jüngere Menschen: Medikamente wie Kortison und zunehmender Bewegungsmangel.
- 3 (03:13) **Warum Bewegung die Knochen stärkt** - Der Knochen hat einen lebendigen Stoffwechsel und erneuert sich etwa alle zehn Jahre komplett; ohne Bedarf baut der Körper ab.
- 4 (04:37) **Ranking der besten Sportarten gegen Osteoporose** - Die Schwerkraft ist entscheidend; Hüpfen, Springen und Ballsportarten liefern die besten Wachstumsimpulse für die Knochen.
- 5 (06:05) **Krafttraining und sein Nutzen** - Kraftübungen mit Gewichten oder Bändern erzeugen Zug und Druck an den Knochen, was ebenfalls einen Wachstumsimpuls auslöst.
- 6 (06:53) **Der paradoxe Vorteil von Übergewicht** - Schlanke Menschen entwickeln häufiger Osteoporose, da das Körpergewicht die Knochen beansprucht; ein paar Kilo mehr sind in diesem Fall gut.
- 7 (08:53) **BMI 19 vs. BMI 22** - Ein BMI von 22 ist etwas besser als 19, da Reserven für andere Erkrankungen und eine bessere Resilienz bestehen.
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Show Notes
Ungefähr jede vierte Frau leidet im Laufe ihres Lebens an Osteoporose. Männer sind seltener betroffen. Es gibt etliche Risikofaktoren für Osteoporose, vermeidbare wie unvermeidbare. Allerdings ist man dem Abbauprozess der Knochen nicht schicksalhaft ausgeliefert. Mit der richtigen Ernährung und einem passenden Sportprogramm lässt sich manches erreichen.
In dieser Folge des Podcasts „Richtig essen“ erfahren Sie von Andreas Michalsen, welche Lebensmittel sich für gesunde Knochen empfehlen, ob es sinnvoll ist, bei bestehendem Osteoporoserisiko eiweißarm zu essen, warum Sie sich Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium sparen können – und weshalb Joggen besser ist als Radfahren.
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