Krise der Union: „CDU soll das erste AfD-Opfer werden“
September 14, 2026
AI Summary
5 min read„Die CDU soll das erste Opfer der AfD werden“
Die Union steckt in einer tiefen Krise nach der Halbierung ihres Ergebnisses in Sachsen-Anhalt, und in Mecklenburg-Vorpommern droht ein Absturz auf sieben Prozent oder noch darunter. Gleichzeitig wird ungeniert am Stuhl von Kanzler Friedrich Merz gesägt – ohne dass eine erkennbare Alternative bereitstünde. Der langjährige SPD-Wahlkampfmanager und Politikberater Michael Donnermeyer sieht darin eine verständliche Nervosität, aber auch eine gefährliche Ziellosigkeit: „Es ist nur die Frage, ob es gut, richtig und zielführend ist, dass man so ziellos am Stuhl des Kanzlers sägt, ohne eine Alternative zu haben, weil sich damit natürlich auch inhaltliche Fragen verschieben.“
Die Krise der Mitte und der Umgang mit der AfD
Donnermeyer warnt davor, die Probleme allein auf die Person Merz zu reduzieren. Die Wahlniederlagen träfen nicht nur die CDU, sondern die Parteien der Mitte insgesamt – in Baden-Württemberg die SPD, in Sachsen-Anhalt beide. Es handle sich um eine strukturelle Krise, die mit gesellschaftlicher Spaltung und dem Aufstieg der AfD zusammenhänge. Die Union müsse begreifen, dass sie „das erste Opfer der AfD sein soll“ und diesen Angriff mit Professionalität abwehren müsse. Dazu gehöre vor allem, die eigene Situation nüchtern zu analysieren und richtige Schlüsse zu ziehen.
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What you'll learn
- 1 Krise der Union: „CDU soll das erste AfD-Opfer werden“
- 2 (00:04) **Intro und Themenaufriss** - Corona Budras begrüßt zum Podcast und skizziert die angespannte Lage zwischen den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
- 3 (02:58) **Ist die CDU-Nervosität verständlich?** - Donnermeyer hält die Nervosität nach der Halbierung des Ergebnisses in Sachsen-Anhalt für nachvollziehbar
- 4 (03:45) **Die Spaltung der Gesellschaft als Kernproblem** - Donnermeyer sieht die AfD als Ergebnis gesellschaftlicher Spaltung, nicht nur als Kommunikationsproblem der CDU
- 5 (04:54) **Autoritätsverlust von Kanzler Merz** - Donnermeyer erklärt, dass die überzogenen Erwartungen an Merz als „Messias“ nach Merkel nun zu Enttäuschung führen
- 6 (05:50) **Krise der Mitte, nicht nur der CDU** - In Mecklenburg-Vorpommern droht der CDU ihr schlechtestes Ergebnis (7%, möglicherweise unter 5%)
- 7 (07:42) **CDU als „erstes Opfer der AfD“** - Donnermeyer warnt, die CDU müsse begreifen, dass sie das erste Ziel der AfD sei
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Show Notes
Zwischen den Landtagswahlen liegen die Nerven blank. Der frühere SPD-Wahlkampfstratege Michael Donnermeyer über den Druck auf den Kanzler, die Reformfähigkeit von Gerhard Schröder und die Lebenslüge der CDU.
Host: Corinna Budras
Mitarbeit: Kevin Gremmel, Lena Barozzi, Quentin Pehlke
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