25 Jahre 9/11: Was der Krieg gegen Terror gekostet hat
September 12, 2026
AI Summary
5 min read25 Jahre 9/11: Was der Krieg gegen Terror gekostet hat
Am 11. September 2001 stand Christina Stanton auf ihrer Terrasse im 24. Stock eines Apartments im Financial District von Manhattan. Sie hatte den Ausblick auf die Twin Towers sorgfältiger eingerichtet als die Wohnung selbst. Dann schlug das erste Flugzeug in den Nordturm ein, ihr Mann weckte sie, und als das zweite Flugzeug direkt vor ihren Augen in den Südturm steuerte, wurde sie durch die Explosion ins Wohnzimmer geschleudert. Sie floh barfuß und im Schlafanzug mit ihrem Mann zum Battery Park. Als die Türme einstürzten, „war es sehr gewaltsam. Es war kein sanftes Zusammenfalten. Es klang wie ein Güterzug direkt hinter unserem Rücken.“ Eine Fähre brachte sie über den Hudson nach New Jersey. Drei Tage später durften sie für 20 Minuten in ihre Wohnung zurück – die Terrassentüren standen offen, alles lag unter einer Zentimeter dicken Staubschicht. Christina grub das Buch aus, das sie gerade las: „Die Einkreisung“ von Caleb Carr. Ein Stück Normalität.
60 Wörter, die alles veränderten
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What you'll learn
- 1 (00:06) **Intro: Der 11. September und die These der Episode** - Felix Hoffmann eröffnet die Folge zum 25. Jahrestag von 9/11 und stellt die These auf, dass 60 Wörter auf einem Stück Papier den gesamten War on Terror ermöglicht haben.
- 2 (02:17) **Augenzeugin Christina Stanton: Der Morgen des 11. September** - Christina Stanton, damals Touristenführerin in New York, schildert ihr Leben vor den Anschlägen und den Moment des Angriffs aus ihrer Wohnung im Financial District.
- 3 (08:30) **Nach 9/11: Wut und der Beginn des War on Terror** - Christina Stanton beschreibt ihre anfängliche Wut, die sich später in Trauer verwandelt, während Klaus-Dieter Frankenberger die historische Einordnung des War on Terror vornimmt.
- 4 (11:55) **Die strategische Frage: Haben die Attentäter ihr Ziel erreicht?** - Frankenberger analysiert, ob die Anschläge Amerika an den Abgrund getrieben haben, und zieht eine erste Bilanz.
- 5 (13:34) **Die AUMF: 60 Wörter, die alles veränderten** - Die Authorization for the Use of Military Force (AUMF) vom 14. September 2001 wird als das zentrale, handfeste Dokument des War on Terror identifiziert.
- 6 (18:45) **Warnende Stimmen und die Abschaffung der „Institutional Walls“** - Trotz des Schocks gab es warnende Stimmen im Kongress, und die AUMF führte zu einem massiven Machtzuwachs der Exekutive.
- 7 (22:32) **Die Ausweitung: Vom Krieg in Afghanistan zum Irak** - Die vage Formulierung der AUMF erlaubte eine extreme Ausweitung des Krieges, insbesondere auf den Irak.
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Show Notes
Der 11. September 2001 läutete eine neue Ära in der Weltpolitik ein: Die USA beginnen den Krieg gegen den Terror, der die sicherheitspolitische Agenda der Supermacht über mehr als zwei Jahrzehnte dominieren wird. Trotz innenpolitischer Widerstände schaffen es mehrere US-Präsidenten nicht, sich aus den sogenannten „Forever Wars“ im Nahen Osten zurückzuziehen.
Der Preis ist hoch: Mehr als 7000 US-Soldaten sterben allein in Afghanistan und Irak. Laut dem Costs of War Project der US-amerikanischen Brown University kommen rund 940.000 Menschen in den Anti-Terror-Kriegen der USA ums Leben.
In dieser Folge des F.A.Z. Auslandspodcasts Machtprobe sprechen wir über die politischen Kosten dieser Zeit und fragen, welche Konsequenzen daraus gezogen wurden. Drohen die USA, alte Fehler zu wiederholen und haben sie erneut einen Krieg im Nahen Osten begonnen, ohne einen Plan für sein Ende zu haben?
Host: Felix Hoffmann
Mitarbeit: Mulham Hendawy, Niklas Kleber
[Jetzt führt Trump die Kriege, die er einst ablehnte] (https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/jahrestag-9-11-trump-fuehrt-die-kriege-die-er-einst-ablehnte-accg-201183726.html))
[Als Manhattan im Chaos versank] (https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/new-york-am-11-september-als-das-world-trade-center-fiel-201188514.html))
[„Der 11. September war das Großereignis eines vergangenen Zeitalters“] (https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/11-september-erinnerungsforscherin-erklaert-warum-9-11-unvergessen-ist-201177947.html))
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