F.A.Z. Künstliche Intelligenz
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Wenn der Vorstandschef selbst mit KI programmiert

September 9, 2026

AI Summary

5 min read

When Philipp Eckelmann, CEO of the Wiesbaden-based automation and software firm Eckelmann AG, noticed that generative AI was spreading through his company as a grassroots movement among developers, he did not simply delegate the topic to his CTO. Instead, he started coding again himself—every evening and on weekends—using tools like Google’s Cloud Code to build small applications. “I believe it is always difficult to demand something from people that you are not willing to do yourself,” he says. For Eckelmann, first-hand experience with large language models is not a nice-to-have for a CEO; it is the only way to credibly assess where AI creates real value and where it does not. His argument is practical: if you cannot hold your own in conversations about what works and what does not, you lose the ability to steer the organization.

The economics of AI: why 2% efficiency is the floor, not the ceiling

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What you'll learn

  • 1 (00:46) **CEO als KI-Praktiker** - Philipp Eckelmann, Vorstandsvorsitzender der Eckelmann AG, über seine persönliche KI-Reise und die Graswurzelbewegung im Unternehmen
  • 2 (05:30) **KI-Kosten im Griff: Von großen zu kleinen Modellen** - Wie die Eckelmann AG die Token-Kosten steuert und warum kleinere Modelle oft die bessere Wahl sind
  • 3 (08:59) **Produktivitätsgewinne: Mehr als nur Effizienz** - Warum Produktivität schwer zu messen ist und wie KI den Lösungsraum öffnet
  • 4 (11:50) **Token-Messung als falscher Anreiz** - Warum die bloße Messung des KI-Verbrauchs kontraproduktiv ist – eine Lektion aus Brasilien
  • 5 (14:39) **Die Bedrohung für Software-Burggräben** - Warum „Wegwerf-Software“ traditionelle Softwareanbieter massiv unter Druck setzt
  • 6 (18:06) **Große Software-Platzhirsche bleiben – aber anders** - Warum SAP und Co. nicht verschwinden, aber ihre Rollen sich wandeln werden
  • 7 (21:28) **Grenzen der KI: Kontextfenster und physikalische Risiken** - Wo generative KI heute noch an ihre Grenzen stößt – von Speicherproblemen bis zu tonnenschweren Maschinen

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Show Notes

Wie setzt ein klassischer Mittelständler generative KI produktiv ein? Für Philipp Eckelmann, der seit 2021 als Vorstandsvorsitzender die Wiesbadener Eckelmann AG leitet, beginnt die Antwort mit der eigenen Praxis. Als Chef eines Unternehmens, das industrielle Automatisierungslösungen entwickelt, programmiert er nach Feierabend selbst mit den neuesten KI-Werkzeugen, um deren Chancen und Grenzen aus eigener Erfahrung beurteilen zu können. Auch in der Belegschaft wird generative KI inzwischen flächendeckend eingesetzt. Trotz gestiegener Tokenkosten rechnet sich die Nutzung nach Eckelmanns Einschätzung klar. Ein besonders wichtiges Anwendungsfeld ist die Softwareentwicklung. Dabei beobachtet er eine Lernkurve bei den Beschäftigten: Statt pauschal auf die leistungsfähigsten und teuersten Modelle zu setzen, greifen Mitarbeiter für viele Aufgaben inzwischen eigenständig auf kleinere Sprachmodelle zurück. „Die größeren Modelle sind nicht zwangsläufig immer auch die besseren, gerade aus wirtschaftlicher Sicht“, sagt Eckelmann. Besonders stark könne der Nachwuchs von den neuen Werkzeugen profitieren. Berufsanfänger erreichten mit Unterstützung generativer KI heute deutlich schneller ein Leistungsniveau, für das früher wesentlich mehr Berufserfahrung notwendig gewesen sei. Doch die Technologie verändert nicht nur interne Abläufe, sondern auch die Softwarebranche selbst. Einfache Anwendungen oder Websites lassen sich heute innerhalb weniger Tage entwickeln. Für kleinere Softwarehäuser, deren Geschäftsmodell stark auf individuell entwickelter Software beruht, könne diese Entwicklung durchaus problematisch werden. Weniger leicht angreifbar seien dagegen Softwarelösungen für auditierungs- und dokumentationspflichtige Kernprozesse, etwa bei großen Anbietern wie SAP. Dort spielten Zertifizierung, Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit eine wesentlich größere Rolle als die reine Geschwindigkeit der Softwareentwicklung. Eckelmann betrachtet KI allerdings nicht als universelle Lösung für betriebliche Probleme. Beim viel diskutierten Konzept der Predictive Maintenance im Maschinenbau etwa dämpft er die Erwartungen. Er habe solche Lösungen „selten überzeugend umgesetzt“ gesehen. Ein Grund liege darin, dass viele industrielle Anlagen hochgradig individualisiert seien und sich Erkenntnisse deshalb nur begrenzt von einer Maschine auf eine andere übertragen ließen. Hinzu kämen Einschränkungen bei der Nutzung und Zusammenführung von Maschinendaten. Mit massiven Jobverlusten durch KI rechnet Eckelmann nicht. Trotz zunehmender Automatisierung – sowohl innerbetrieblich als auch im Vertrieb – bleibe der Mensch aus seiner Sicht unverzichtbar. „Menschen arbeiten mit Menschen, und Menschen kaufen übrigens auch von Menschen“, sagt Eckelmann. Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Er geht der Frage nach, was KI leisten kann, wo sie bereits eingesetzt wird, wie sie Wirtschaft und Gesellschaft verändert und welchen Beitrag sie künftig leisten könnte. Hosts

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