Kuka-Chef: Die Fabrik der Zukunft kauft keine Roboter mehr
August 5, 2026
AI Summary
5 min readIn China ist der Druck, Fabriken zu automatisieren, so groß, dass Unternehmen dort keine Arbeiter mehr finden, die in den Werken arbeiten wollen. Das treibt die Entwicklung der physischen KI – der Verbindung von Robotik mit künstlicher Intelligenz – massiv an. Christoph Berndorf, seit Juli 2025 Chef des Augsburger Robotikherstellers Kuka, sieht darin eine historische Welle, die Europa nicht verschlafen darf. Denn während Deutschland und Europa in der Hardware-Ära noch mithielten, seien sie bei Software und reiner KI bereits abgehängt. Die neue Welle der physischen KI biete aber eine letzte Chance, weil hier industrielles Wissen und deterministische Fertigungskompetenz noch zählen.
Die drei Wellen der industriellen Infrastruktur
Berndorf beschreibt seine Karriere als Abfolge von drei technologischen Wellen. Die erste war die hardwaredefinierte Infrastruktur, in der Europa und Deutschland stark waren. Die zweite war die softwaredefinierte Infrastruktur – hier habe Europa kaum skalierte Unternehmen hervorgebracht. Die dritte Welle, die KI-definierte Infrastruktur, sei ebenfalls weitgehend an Europa vorbeigegangen. „Wir reden in Europa immer noch drüber, wie wir da jetzt mitmischen wollen. Das Schiff ist schon fast aus dem Hafen rausgefahren“, sagt Berndorf.
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What you'll learn
- 1 (02:15) **Roboter-Wow-Effekte und Spezialisierung** - Christoph zeigt an zwei Extrembeispielen, was Kuka-Roboter heute können.
- 2 (05:38) **Die drei Wellen und Deutschlands Position** - Christoph ordnet die aktuelle Entwicklung in historische Technologiewellen ein und bewertet den Standort Deutschland.
- 3 (07:41) **Gute KI und schlechte Industrie vs. schlechte KI und gute Industrie** - Die Moderatoren konfrontieren Christoph mit einem bekannten Google-Zitat und fragen nach seiner Einschätzung.
- 4 (09:36) **Das Daten-Narrativ und die Realität** - Die Moderatoren hinterfragen das alte Narrativ, dass Europa seine Daten- und Industrievorteile endlich nutzen müsse.
- 5 (12:05) **Das Zeitfenster: Warum China und die USA den Druck machen** - Erklärung, warum sich das Zeitfenster für Europa schließt und wer die treibenden Kräfte sind.
- 6 (14:42) **Jedes Industrieunternehmen wird zum Robotikunternehmen** - Christoph erläutert die Folgen dieser Aussage von Jensen Huang für Anbieter und Mittelstand.
- 7 (16:43) **Das neue Geschäftsmodell: Roboter umsonst, bezahlt wird pro Output** - Christoph erklärt den Wandel vom Hardware-Kauf zu Service-Modellen.
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