Wie klappt das mit der Künstlichen Intelligenz wirklich, Herr Reichen?
August 21, 2026
AI Summary
5 min readNico Reichen, KI-Chef der Unternehmensberatung PwC in Deutschland, bewertet den Zustand der deutschen Wirtschaft in Sachen Künstlicher Intelligenz mit einer glatten Drei. Die Technik selbst, so Reichen, sei mit einer Zwei bereits recht weit – das Problem liege woanders. Die Führungskräfte bekommen von ihm die Note Vier, weil sie das Thema allzu oft delegieren, statt es selbst vorzuleben. Und genau hier liegt der Kern des Gesprächs: KI ist kein Technologieprojekt, das man an die IT-Abteilung übergeben kann. Es ist eine Transformation des gesamten Unternehmens, die von oben getrieben werden muss.
Warum Daten das größte Hindernis sind
Ein zentrales Problem, das Reichen immer wieder sieht, sind fragmentierte Datenlandschaften. Unternehmen haben über Jahre hinweg in einzelnen Abteilungen – Finanzen, Produktion, Marketing – eigene Datenbestände aufgebaut, oft mit unterschiedlichen Standards, Benennungen und Nummerierungen. Wenn dann ein KI-Projekt im Vertrieb starten soll und plötzlich die Finanzdaten braucht, um zu prüfen, ob ein Kunde überhaupt profitabel ist, stoßen diese Silos an ihre Grenzen. Die Daten passen nicht zusammen.
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What you'll learn
- 1 (00:03) **Einleitung und Noten für die deutsche KI-Landschaft** - Die Moderatoren Alexander Ambrost und Carsten Knob begrüßen Nico Reichen, KI-Chef von PWC Deutschland.
- 2 (02:32) **Das Kernproblem: KI ist kein Technologie-, sondern ein Transformationsprojekt** - Erfolg hängt nicht von der Technik ab, sondern von einer ganzheitlichen Business-Strategie.
- 3 (04:57) **Praxisbeispiele: Von der Datenbasis bis zur Produktentwicklung** - Reichen beschreibt die Bandbreite der Kundenprojekte.
- 4 (06:46) **Das Daten-Silo-Problem: Warum KI nicht einfach alle Daten zusammenführt** - Die größte Hürde ist die mangelnde Integration und Standardisierung von Daten über Abteilungen hinweg.
- 5 (10:50) **Der große Irrglaube: KI kann die Datenbasis nicht von allein reparieren** - Entgegen der Hoffnung vieler ersetzt KI nicht die Arbeit an einer soliden Dateninfrastruktur.
- 6 (12:58) **Reale Kostenfallen: Shadow-AI und fehlendes Controlling** - Zwei konkrete, in der Praxis auftretende Probleme werden bestätigt.
- 7 (16:20) **Der richtige Ansatz: Strategie und Pilotprojekt parallel fahren** - Auch ohne fertige Strategie ist ein Pilotprojekt sinnvoll, aber es muss von Anfang an die Skalierbarkeit mitdenken.
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Show Notes
Dass Künstliche Intelligenz die Schlüsseltechnologie ist, die über Erfolg und Misserfolg der allermeisten Unternehmen entscheiden wird, ist längst bekannt. Große und kleine Firmen adressieren das Thema inzwischen allerorten, gründen KI-Teams oder ganze KI-Abteilungen, starten Pilotprojekte oder sind schon viel weiter. Doch wovon hängt eigentlich ab, ob das klappt? Und scheitert?
Nico Reichen ist Partner der Unternehmensberatung PWC in Deutschland und berät genau in diesen Fragen. KI ist eine Führungsaufgabe für alle und kein Nischenthema der IT-Abteilung, sagt er. Und macht auch deutlich, wo der Nachholbedarf am größten ist: Den normalen Angestellten gibt er im Schnitt die Note 3 in der KI, den KI-Anbietern hierzulande die Note 2 – den Führungskräften die Note 4. Denn die müss(t)en den richtigen Umgang erstens persönlich vorleben. Und zweitens eine überzeugende Strategie anbieten.
Für Reichen ist wichtig: Es geht nicht so sehr um eine KI-Strategie für ein Unternehmen, zunehmend macht KI wesentlich die gesamte Geschäftsstrategie aus. Er spricht über seine Erfahrung im Alltag der Kunden. Und verrät auch, wo KI in PWC drinsteckt inzwischen.
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