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Software statt Schraubenschlüssel: Wohin steuert die Autobranche?

September 11, 2026

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Software statt Schraubenschlüssel: Wohin steuert die Autobranche?

Das Durchschnittsalter eines deutschen Autos beträgt inzwischen etwa elf Jahre – und steigt jedes Jahr um ein bis zwei Monate an. Diese eine Zahl, präsentiert zu Beginn einer Live-Aufzeichnung von der Frankfurter Automachaniker-Messe, fasst die Spannung zusammen, die den gesamten Podcast durchzieht: Die Autos werden älter, zuverlässiger und softwarebestimmter, während die Branche, die sie verkauft und wartet, unter Druck gerät. Der Podcast bringt zwei Gäste zusammen, die das Auto von entgegengesetzten Seiten kennen: Philipp Kupferschmidt von Accenture, verantwortlich für das Automobilgeschäft im deutschsprachigen Raum, und Bockert Weller, Geschäftsführer einer der größten Autohandelsgruppen Deutschlands und Präsident des Verbands der Automobilhändler (VAD).

Die Lage des Autohandels: Zwischen Sahnezeit und Margendruck

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What you'll learn

  • 1 (00:06) **Opening & Guest Introduction** - Host Carsten Knop introduces the episode from the Frankfurt Automechanika trade fair, framing the central question: "Software statt Schraubenschlüssel" and where the auto industry is heading.
  • 2 (05:22) **The State of the Auto Trade** - The discussion begins with the economic reality for car dealers, contrasting the crisis at manufacturers with the dealer's perspective.
  • 3 (07:47) **Learning from the Chinese: BYD's Entry** - Weller shares his direct experience representing BYD, comparing their market strategy to historical patterns.
  • 4 (12:58) **The Software-Defined Vehicle & Its Impact on Service** - The conversation shifts to how software over-the-air updates will fundamentally change the workshop business model.
  • 5 (15:41) **Finding New Revenue Streams** - The guests discuss how dealers can replace lost service income.
  • 6 (18:25) **The Wallbox & Charging Infrastructure Debate** - Weller addresses the practical hurdles for EV adoption from a dealer's perspective.
  • 7 (21:01) **Digitalization: Front-End vs. Back-Office** - The host asks about the digital maturity of the dealer business, noting the gap between customer-facing tools and internal processes.

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Show Notes

Das Autoleben dauert immer länger. Elf Jahre alt sind die Fahrzeuge auf deutschen Straßen, der Wert steigt kontinuierlich an. Parallel dazu nimmt die Digitalisierung des Automobils beständig zu, manch einer redet gar von „Software-defined Vehicle“, einem Fahrzeug, dessen Funktion vollständig über Bits und Bytes sichergestellt wird.
Beide Trends in Einklang zu bringen, ist schon für die Autohersteller eine große Aufgabe. Erst recht gilt dies für den Autohandel und dessen Service-Geschäft. Leitmesse für diese Branche ist die Automechanika in Frankfurt, dort haben wir zwei Experten mit unterschiedlichen Perspektiven zum Werkstattgespräch gebeten.
Philipp Kupferschmidt arbeitet seit 20 Jahren für den IT-Beratungskonzern Accenture, seit vier Jahren verantwortet er dort als Geschäftsführer das Automobilgeschäft im deutschsprachigen Raum. Kupferschmidt geht in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller ein und aus und weiß daher, wo der Schuh drückt. Seine Vision: Ein Auto per Updates über zwanzig Jahre auf dem neuesten Stand zu halten.
Burkhard Weller ist Unternehmer. 1979 verkaufte er in Osnabrück ein erstes Auto, einen Toyota Corolla, als geschäftsführender Gesellschafter gehört ihm mit der Weller-Gruppe verkauft er an 42 Standorten Auto diverser Marken, von BMW bis zu BYD. Zudem führt er den im vergangenen Jahr gegründeten Verband der Autohändler Deutschlands (VAD). Weller sieht in der Digitalisierung eine große Herausforderung für das Servicegeschäft, auch weil die Hersteller versuchen, ihre eigene Wertschöpfung auszubauen.

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