Er sorgt dafür, dass Maschinen mit Maschinen sprechen können
September 4, 2026
AI Summary
5 min readHilscher begann nicht als Chip-Firma, sondern als Ingenieurbüro unter dem Dach des Familienhauses in Okriftel. Der Gründer, Sebastians Vater, hatte ursprünglich einen kleinen Betrieb mit 10 bis 15 Mitarbeitern im Kopf. „Wir sind aus Versehen ein bisschen größer geworden“, sagt Sebastian Hilscher. Heute beschäftigt das Unternehmen 450 Mitarbeiter weltweit und produziert jährlich knapp 500.000 Kommunikationskarten sowie 4 bis 5 Millionen Chips für die Fabrikautomation. Die Firma ist Weltmarktführer für industrielle PC-Karten und hat sich über vier Jahrzehnte hinweg immer wieder neu erfunden – getrieben von einer „Technologie-Verliebtheit“ und Neugierde, die Hilscher als Kernkultur beschreibt.
Die Maschinendialekte der Industrie
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What you'll learn
- 1 (00:04) **Introduction & Setting** - Host Alexander Armbrust introduces Hilscher, a hidden-champion industrial communications firm based in Okriftel near Frankfurt.
- 2 (02:03) **Founding Story & Accidental Growth** - Sebastian Hilscher recounts how his father started the company as a small engineering office of 10-15 people.
- 3 (03:50) **Reinventing Every Decade** - Hilscher describes the company’s pattern of reinvention driven by technological curiosity.
- 4 (07:48) **Second-Generation Succession** - Sebastian explains his path from childhood to CEO, starting with playing with Fischertechnik models that were used to demonstrate Hilscher technology.
- 5 (10:50) **The Core Technology: Chips for Machine Communication** - A detailed explanation of what Hilscher’s chips actually do.
- 6 (14:11) **Key Customers & Market Presence** - Named customers include SEW Euro Drive (drives), SIG-Sensorik (sensors), Yaskawa (robotics), and Phoenix Contact.
- 7 (15:25) **Chip Design & Value Chain Depth** - A walkthrough of how Hilscher’s chips are designed, produced, and assembled.
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Show Notes
Wer an Unternehmen der Chip- und Automatisierungsindustrie denkt, kommt nicht unmittelbar auf Okriftel. Der Hattersheimer Stadtteil im Main-Taunus-Kreis ist ein eher ruhiger Ort am Main, kein Hightech-Hotspot. Mit einer Ausnahme: Hinter Supermärkten, beinahe versteckt, steht ein weißes Gebäude mit rot gerahmten Fenstern. Darin arbeiten Softwareentwickler, Hardwareingenieure und Mitarbeiter einer eigenen Fertigung an einer Technologie, ohne die viele moderne Fabriken nicht funktionieren würden.
Das Unternehmen heißt Hilscher Gesellschaft für Systemautomation und ist einer der deutschen Hidden Champions, von denen immer wieder die Rede ist, ein mittelgroßer Anbieter in Familienhand. Hilscher entwickelt und produziert Komponenten für die industrielle Kommunikation – also für den Datenaustausch zwischen Maschinen, Antrieben, Steuerungen und Sensoren. Die Produkte sorgen dafür, dass die Geräte in einer Fabrik nicht nur Strom bekommen, sondern auch verstehen, was die jeweils anderen von ihnen wollen. Die Kunden sitzen rund um den Globus, die Fertigung ist in internationale Lieferketten integriert, die bis nach Taiwan und Japan reichen.
Gegründet wurde das Unternehmen Hilscher im Jahr 1986 von Hans-Jürgen Hilscher. Die ersten Arbeitsplätze lagen nicht in einem Gewerbegebiet, sondern im Familienhaus, nur wenige Straßen vom heutigen Stammsitz entfernt. Der ursprüngliche Plan des Gründers war ein eigenes Ingenieurbüro mit zehn bis 15 Mitarbeitern. Inzwischen hat das Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter, macht Software und Hardware und steht auf mehreren Beinen. Längst hat sein Sohn Sebastian Hilscher die Geschäftsführung übernommen. Mit ihm haben wir gesprochen in Okriftel – über das Unternehmen, den Weltmarkt für Spezialhardware, KI und die Weitergabe einer Firma von einer Generation an die nächste.
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