Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova
Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

395 n. Chr. - Die Teilung des Römischen Reiches

August 21, 2026

AI Summary

5 min read

395 n. Chr. – Die Teilung des Römischen Reiches

Im Januar 395 starb Kaiser Theodosius I. in Mailand. Sein Tod besiegelte keine formelle Reichsteilung, sondern eine Herrschaftsteilung zwischen seinen beiden Söhnen: Arkadius übernahm den Osten mit Residenz in Konstantinopel, Honorius den Westen mit Sitz zunächst in Mailand, später in Ravenna. Staatsrechtlich blieb das Imperium eine Einheit – gemeinsame Gesetze, gemeinsames Bürgerrecht, nominell ein Reich. Doch faktisch begann hier eine Entwicklung, die das antike Europa für immer verändern sollte.

Die Vorgeschichte: Ein Reich an seinen Grenzen

Das Römische Reich war im späten 4. Jahrhundert schlicht zu groß geworden. Es erstreckte sich von Spanien und Britannien über den Rhein, Kleinasien und Griechenland bis an die Levante und die nordafrikanische Mittelmeerküste – rund 7.500 Kilometer Grenzen mussten verteidigt werden. Aus Rom allein war das nicht mehr zu organisieren. Die militärischen Ressourcen reichten nicht, um vom Atlantik bis nach Mesopotamien gleichzeitig verteidigungsbereit zu sein.

Continue reading the full summary in the app — free to try.

Read Full Summary →

Free • No credit card required

What you'll learn

  • 1 Episoden-Outline
  • 2 (00:02) **Einleitung: Das Problem der Reichsgröße** - Das Römische Reich ist an den Grenzen seiner Verwaltungs- und Verteidigungsfähigkeit angelangt.
  • 3 (01:12) **Warum die Teilung von 395 uns heute betrifft** - Der Historiker Matthias von Helmfeld erklärt die bleibende Bedeutung der Reichsteilung.
  • 4 (01:51) **Die unsichere Lage vor der Teilung** - Das Reich war Ende des 4. Jahrhunderts von Spanien bis Mesopotamien ausgedehnt und militärisch überfordert.
  • 5 (03:16) **Zwei Kaiser, ein Reich? Die staatsrechtliche Fiktion** - Die Teilung war eigentlich eine Herrschaftsteilung, keine echte Reichsteilung.
  • 6 (04:10) **Die Grenze zwischen Ost und West** - Sie verlief entlang des Flusses Drina, der heute die Grenze zwischen Bosnien, Herzegowina und Serbien markiert.
  • 7 (04:42) **Kaiser Theodosius: Vom unbekannten Spanier zum Herrscher** - Theodosius, geboren 347 in Spanien, wurde nach der Katastrophe von Adrianopel zum Kaiser ausgerufen.

+ Full timestamped outline available in the app

Show Notes

Ende des 4. Jahrhunderts ist das Römische Reich zu groß geworden. Mit der Reichsteilung in eine westliche und eine östliche Hälfte wird Konstantinopel zu einem zweiten Machtzentrum. Konkurrenz und Rivalität bestimmen das Verhältnis der beiden Teile.

**********

Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":

5:25 - Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Veronika von Borries begleitet Cornelia und Tiberius bei ihrem Umzug in die neue Residenzstadt Konstantinopel.

11:00 - Hartmut Leppin spricht über den letzten gesamtrömischen Kaiser Theodosius I.

20:35 - Henning Börm, Professor für Alte Geschichte erläutert die Folgen der Teilung des Imperium Romanum und das Verhältnis der beiden Reichsteile zueinander.

32:57 - Der Byzantinist Johannes Preiser-Kapeller spricht über verschiedene Daten, die das Ende der Antike markieren.

**********

Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:

**********

Den Artikel zum Stück findet ihr hier.

**********

Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .

**********

In dieser Folge mit:

Moderatorin: Steffi Orbach

Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte

Gesprächspartner: Hartmut Leppin, Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt

Gesprächspartner: Henning Börm, Professor für Alte Geschichte an der Universität Rostock

Gesprächspartner: Johannes Preiser-Kapeller, Byzantinist an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Beitrag: Veronika von Borries, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

**********

Kontakt

E-Mail: [email protected]

Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova